ChatGPT-Werbung kommt nach Österreich
Was passiert ist
OpenAI hat am 18. August angekündigt, ChatGPT Ads ab 24. August auf 31 europäische Märkte auszuweiten, darunter Österreich und Deutschland. Anzeigen sollen nur in den Tarifen Free und Go erscheinen; Plus, Pro und Enterprise bleiben laut Anbieter werbefrei. OpenAI sagt, Werbung werde gekennzeichnet und von Antworten getrennt. Gespräche würden nicht an Werbekunden verkauft. Nutzerinnen und Nutzer sollen die Personalisierung steuern können.
Warum das relevant ist
Ein Chatbot begleitet oft längere Recherchen und Entscheidungen. Werbung erscheint damit in einem persönlicher wirkenden Kontext als eine klassische Suchanzeige. Für Konsumentinnen und Konsumenten wird es wichtiger, Empfehlung und bezahlte Platzierung auseinanderzuhalten. Für KMU entsteht ein neuer Werbekanal, dessen Wirkung und Regeln in Europa noch kaum erprobt sind. Euronews verweist zudem auf offene Fragen nach AI Act und Digital Services Act.
Was du jetzt tun solltest
Behandle eine Anzeige in einem KI-Chat wie jede andere bezahlte Empfehlung: Prüfe Anbieter, Preis und Bedingungen außerhalb des Chats. Wenn du werben willst, starte erst mit einem kleinen, klar begrenzten Test und miss echte Anfragen oder Verkäufe statt nur Klicks. Dokumentiere, welche Daten für Zielgruppen und Erfolgsmessung verwendet werden.